FBA#130 – Würde ich 2020 nochmal mit Amazon FBA starten?

Hallo Miteinander, ich hatte in meinem letzten Blogbeitrag bereits ein wenig philosophiert und nach dem ich einen Beitrag eines Blogkollegen gelesen habe, möchte ich meine Gedankengänge noch ein wenig vertiefen.

Würde ich nochmal mit Amazon FBA starten?

Ich bin schon langjähriger Leser meines Blogkollegen auf FBAinGermany. Im aktuellen 250ten Jubiläumsbeitrag wirft er die Frage auf, ob er noch einmal mit Amazon FBA starten würde.

Für jede HowTo-Video-Minute müsst ihr nochmal 10 Minuten „Wiederholung“ und 20 Minuten „Grübeln“ hinzulegen. Grübeln ist einfach unproduktives rumsitzen wo ihr nachdenkt wie ihr etwas macht. Und „Wiederholung“ ist „Falsch-Machen“ und „Nochmal Machen“ und „Verschiedene Varianten probieren“.

Die Zusammenfassung von FBAinGermany

Die Antwort ob Ja/Nein ist er mM ein bisschen schuldig geblieben 🙂

Wenn ich darüber nachdenke, dann würde ich es wieder machen. Warum? Weil man so viel lernt und Erfahrung sammeln kann. Was ich in den letzten Jahren an Steuer, Gesetze, Selbstständigkeit, Logistik, Import/Export, Werbung, Kundenpsychologie,… erfahren und erlernen konnte und musste.

Wäre schön wenn ich die ganzen Fehler nicht mehr machen würde. Aber für mich war beim Werdegang Amazon FBA auch die Herausforderung ein großer Antrieb. Etwas Neues machen und sich den Hürden zu stellen ist für mich persönlich ein Anreiz.

Natürlich würde ich vieles anders machen. Gerade die Frage nach private label Ja/Nein, Umsatzziele und Gewinnziele würde ich viel realistischer und auch entspannter angehen.

Skalierung zu welchem Preis

Gerade wenn man die $$$ Zeichen vor den Augen hat, bleibt oft verborgen welche Hürden man vor sich hat. Ich habe einige FBA Händler kennen lernen dürfen, die mit Amazon „reich“ geworden sind. Will ich das und zu welchem Preis?

Ich rate jedem sich einen Skalierungsplan zu erstellen und dabei die Bewertung insbesondere beim Aufwand und Gewinn genau zu betrachten.

Das Problem aus meiner Sicht ist, dass das Wachstum, der Aufwand und die Kosten nicht linear verlaufen. Es gibt Sprünge wobei der Aufwand und die Kosten einen gröberen Anstieg haben. Gerade in Bezug auf Steuern und Erweiterung der Lagerung in Polen/Tschechien oder gar in der ganzen EU. Ebenso kann man vieles selber machen bis zu einem Punkt wo man auf exterene Hilfe angewiesen ist = outsourcing, Mitarbeiter,…

Wenn solche Bereiche anstehen muss man quasi sein business bremsen oder richtig Gas geben. Es bleibt einem keine Wahl als zu versuchen nicht in der Zone mit erhöhten Kosten und Aufwand zu bleiben, sondern mit Abstand darüber oder darunter.

Golden Zone?

In meinem aktuellem Steckenpferd dem daytrading* gibt es den Begriff golden zone und den verwende ich auch für mein Amazon FBA business.

Da ich die Schritte mit Lagerung in Polen und Tschechien durchgeführt habe und auch den Aufwand mit Steuer in Frankreich ansteht, bin ich in einer Zone gefangen. Mein ganzer Ablauf ist optimiert genug, als das ich damit mit einigermaßen vertretbarem Aufwand umgehen kann. Es drohen aber schwarze Wolken am Horizont. Wenn ich durch z.B. einen gröberen Konkurrenten stärkere Umsatzeinbrüche erfahre, komme ich in eine Zone wo die Kosten und der Aufwand nicht mehr zum Gewinn stehen.

Persönlich habe ich nur 2 Möglichkeiten:

  1. Umsatz stabil halten
  2. Amazon FBA business abstoßen

Für Punkt 1 bedeutet es aber trotzdem neue Produkte zu finden und mehr Umsatz zu generieren, denn meine Produkte sind nicht einzigartig und die Konkurrenz schläft nicht. Damit ich also meinen Status quo erhalte, muss ich quasi eine x-% Steigerung pro Jahr anpeilen.

Den 2.Punkt habe ich im Hinterkopf, weil wenn ich eine Umsatzschwelle unterschreiten würde, zahlt sich das gesamte Konstrukt nicht mehr aus. Hier behalte ich den Ausstieg vor Augen und Problem an der Sache ist, dass dieser bei z.B. Verkauf der Marke nicht am Tiefpunkt passieren sollte. Keiner will ein Produkt dass sich auf Talfahrt befindet, wenn überhaupt jemand meine Marke haben will. Außerdem mit einem „multiple“ zu Verkaufen hörst sich schön an, aber ich weiß noch nicht so recht wieviel der Vater Staat davon wieder wegnimmt…

Im Endeffekt eine blöde Situation, Amazon FBA geht nicht mehr aufwärts aber ich kann auch nicht abschalten. Es braucht aber auch nur einen kurzen Geistesblitz oder Motivationsschub und ich könnte mit der Grundlage business Gerüst und Erfahrung meinen Umsatz verxfachen. 🙂

Am Ende liegt es viel an der Einstellung und dem eigenen „drive“. Wer meinen Blog kennt, weiß dass ich ein Freund der Diversifikation bin:

Somit befinde ich mich in „meiner golden zone“. Ich muss nur aufpassen, dass mein Amazon FBA business diese Zone nicht verlässt.

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