FBA#102 – USA, Launch und zu hoher ACOS

Hallo Miteinander, heute ein kleines Update zu meinem Amazon USA Projekt.

Erfahrungen und Unterschiede Amazon USA vs. DE

Einleitend einige Punkte die mir objektiv aufgefallen sind. Die Amerikaner sind viel Bewertungs-freudiger als ich es in Deutschland gelernt habe. Ich habe im selben Zeitraum, 10 mal mehr Rezensionen erhalten als in Deutschland, obwohl ich in DE ca. 3-4 mal so viel verkauft habe.

Liegt sicher auch an der Möglichkeit von Email-Sequenzen (Junglescout*), welche in Deutschland so rechtlich nicht erlaubt sind. Trotzdem fällt anhand der Anzahl und der Formulierung auf, dass es hier einen Unterschied in der Mentalität gibt. Auf die Emails kommt oft auch ein Einzeiler ala Love it. ,Thank you,… zurück, was mir in Deutschland eigentlich unbekannt ist.

Ein weiterer Punkt betrifft die Konkurrenz bzw. in diesem Zusammenhang die Listings und PPC Kosten. Bei der Konkurrenz und Produkt-Recherche erkennt man, dass hier mehr und intensiver an das Thema Listingerstellung herangegangen wird. Genauso sind die Werbekosten im Vergleich zu Europa um ein Stück höher.

Produktlaunch Amazon USA

Nachdem ich schon länger den Ansatz verfolge nicht mehr in Richtung Launchservices, give-aways und der gleichen zu gehen, wurde mein Launch in der USA rein durch PPC und einer Handvoll Rabattcodes durchgeführt.

Die Rabattcodes wurden über die Promotionseite von Junglescout * vergeben und sind von meiner Seite nur benutzt worden, da ich diesen SaaS Anbieter sowieso bezahle. Muss gestehen, dass mein Rabatt wahrscheinlich auch zu gering war, um höhere Aufmerksamkeit zu erhalten. Es wurden trotzdem ca. 10-20 Verkäufe generiert.

Der Hauptaugenmerk wurde von mir auf Produktlaunch mittels PPC Kampagnen gelegt.

PPC Launch Kampagne

Eigentlich ist das System dahinter relativ simpel. Man sucht sich mit Hilfe von Keyword Tools ( Junglescout* oder Amalyze) und Konkurrenzanalyse heraus welche Keywords für das eigene Produkt relevant ist.

Je nachdem welche Keywords relevant für das Produkt sind, ergibt sich eine geringe Anzahl (3-10 Stück) an Phrasen, welche als Exact oder Broad Match in einer Kampagne zusammengefasst werden. Für den Launch geht es hier nur darum Sichtbarkeit und Relevanz (Verkäufe auf gewünschten Keywords) zu erzeugen.

Wichtig ist die Höhe des PPC Gebotes. Ich gehe hier von ca. 25-50 Prozent höheren Geboten aus.

Bewertungen ja/nein?

Es wird allgemein gesagt, man soll 5-10 Bewertungen sammeln bevor man mit PPC startet. Frage: ohne die Amazon TOS zu verletzen,… rein organisch, auch mit Emailsequenzen dauert das lange.

Klarerweise gibt es viele Möglichkeiten an Bewertungen zu kommen, aber neben der Verletzung der TOS ist es auch ein monetärer Faktor. Langfristig gedacht, mache ich das was Amazon will. Ich werfe Amazon Geld in den Rachen und meine PPC Launch Kampagnen sind lange Zeit negativ.

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass auch ohne Rezensionen mit PPC eine gute Anzahl an Verkäufen generiert werden kann. Natürlich ziehen diese an, wenn die ersten positiven Bewertungen hereinkommen und dies wiederum wirkt sich positiv auf den ACOS aus.

Im Endeffekt verwende ich das Geld, welches ich bei meinem ersten Launch noch für give-aways und Launchanbieter ausgegeben habe, um meine Kosten der PPC Kampagne abzudecken.

Gedanken zum zu hohen ACOS

Wer sellics verwendet wird das neue Profit-Dashboard entdeckt haben. Ein gelungener Schritt in die richtige Richtung. Auf facebook gab es vor Kurzem eine Diskussion zur Abschaltung der Werbemassnahmen mit steigenden Verkäufen? Wie immer war die Resonanz eher durchwachsen. Einerseits Jubelschreie, andererseits komplettes verschwinden im Nirvana.

Mein Bild dieses Beitrages soll eine quantitative Betrachtungsweise hervorheben. Ehrlicherweise sind das nur ein paar Tage die super aussehen, die Steuer stimmt sicher nicht,…eigentlich ein Wunschbild in Bezug auf PPC und Marge 🙂 aber es zeigt einen für mich wichtigen Zusammenhang. Die Fragestellung des Verhältnisses zwischen organischen und PPC Verkäufen. Noch wichtiger der Zusammenhang zwischen PPC und dadurch ermöglichten organischen Verkäufen. Gerade im Launchstatus bewirken wir durch die gewünschte Erhöhung der Sichtbarkeit, ein Verschieben der Verkäufe Richtung organisch [gleichzeitige Zurücknahme der PPC Kampagnen].

Die schwierige Frage lautet also, wie viel der organischen Verkäufe habe ich mithilfe von PPC angestoßen bzw. sind somit einige der Kampagnen mit höherem ACOS trotzdem insgesamt betrachtet positiv? Amazon ist ein System mit viel trial an error und lässt sich aufgrund der unterschiedlichen Produkte und somit Käufer schwer 1:1 duplizieren. Gutes Beispiel ist auch die Fragestellung zur Besetzung der Suchergebnisse organisch und PPC. Es ist eine Strategie PPC abzuschalten, wenn man Seite 1 fix besetzt. Andererseits gibt es die komplett umgekehrte Strategie PPC voll zu nutzen, damit man mit sponsored brands, PPC und organischem Suchergebnis quasi auf der ersten Seite der Konkurrenz den Platz wegnimmt.

Ergo betrachte ich für mich persönlich, auch einen hohen ACOS teilweise positiv. … Super Aussage, too less data – mein Gefühl gibt mir Recht? 🙂

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