FBA#061 – Mein Tool zur Amazon PPC Optimierung

Hallo Miteinander, heute gebe ich euch einen Einblick, welches Tool und Ablauf ich aktuell für Amazon PPC Optimierung (gesponserte Produkte) verwende.

Grundlagen von  Amazon PPC

Ich gehe mal davon aus, dass ihr wisst was Amazon PPC ist und wie man eine PPC Kampagne bei Amazon aufsetzt. Daher werde ich auf die Grundlagen nicht eingehen.

Außerdem reicht eine einfache google Suche und ihr findet unendlich viele Beiträge zu diesem Thema.

Ich habe mich lange Zeit nicht viel mit Amazon PPC beschäftigt und meine Werbung ist mehr schlecht als recht gelaufen. Erst Anfang des Jahres, als ich mehr Produkte auf Amazon eingestellt hatte, bin ich auch intensiver mit PPC in Kontakt gekommen.

Amazon PPC Strategie

Die grundlegende Strategie bzw. meine Erkenntnis, bei der Anwendung von
Amazon Werbemaßnahmen lautet:

relevante Keywords mit ausreichendem Gebot bewerben

relevante Keywords

Schon während unserer Produktrecherche und beim Erstellen unseres Listings, haben wir für unser Produkt relevante Keywords gesucht und gesammelt. Aber sicherlich nicht alle gefunden, oder genug Platz im Front- und Backend gehabt.

Für die PPC Kampagne ergibt es zwei Hauptvarianten:

  • automatische Kampagne
  • manuelle Kampagne

Die automatische Kampagne ist dazu da, neue relevante und konvertierende Keywords zu entdecken. Die manuelle Kampagne stellt für mich, die Kampagne mit den relevantesten Keywords dar.

ausreichendes Gebot

Ein relevantes Keyword zu unserem Produkt, reicht nicht aus um die Werbung ausgespielt zu bekommen. Amazon will Geld an der Werbung verdienen und nach dem Motto der freien Marktwirtschaft, kann man umso mehr verlangen, desto mehr Nachfrage herrscht.

Somit ergibt sich für dich die Notwendigkeit, dein Werbegebot zu definieren. Hierbei ist es wichtig zu verstehen, dass man nicht 10€ zahlt nur weil man dies als Gebot angibt. Es zählt der Höchstbietende und wenn die Nummer 2 nur 0,50€ geboten hat, kostet dich der Klick 0,51€.

Beim Anlegen der Kampagne gibt dir Amazon einen Hinweis, in welchem Bereich die CPC Kosten liegen werden. Dies ist dein Ausgangspunkt mit welchem du arbeiten kannst. Die Höhe deines Gebotes ist quasi gleichbedeutend mit möglichen Impressionen. Das folgende Bild (Amazon headline search ads) zeigt den Zusammenhang in %-win-rate. 100% win-rate heißt, du wirst bei diesem Keyword bei jeder Suche als Werbung angezeigt.

Unabhängig von deinem Gebot, wird dich aber der Amazon Algorithmus nicht ausspielen wenn dieser erkennt/glaubt, dass dein Produkt nicht relevant ist zum gewählten Keyword.

Markeninhaber haben es leichter

Man hört es oft genug, aber trotzdem mit dem Hintergrund der Amazon PPC Kosten eine eigene Marke aufzubauen, ist insbesonderes für Werbemaßnahmen wichtig.

Meine persönliche Erfahrung ist, dass die CTR (click through rate) mehr als doppelt so gut ist, als bei normalen PPC Kampagnen. Einfach gesagt durch die Mittel: HSA, Markenshop,… erreicht man eine höhere Conversion-rate, was wiederum in einem günstigeren ACOS resultiert.

Erster Schritt: Kenne deine Zielkosten

Bevor man sich in irgendwelche Abkürzungskataloge und Strategy Papers stürzt, ist die erste Hausaufgabe: Kenne deine Kosten. Dein Breakeven ACOS ist einfach errechnet:

Marge / Verkaufspreis x 100

Ausgehend von diesem Wert, kannst du weitergehend einen Grenzwert für dein PPC Gebot bestimmen.

Unter: „Amazon Berichte – Statistiken & Berichte – Detailseite Verkäufe und Traffic“ ist eine deiner wichtigsten Kennzahlen zu finden. „Einheit pro Sitzung – Prozentwert“ Mit diesem Prozentwert erkennst du, dass z.B. bei einem Wert von 10%, alle 10 Klicks ein Verkauf erzielt wird.

Wie wir oben gesehen haben, ist der gewählte Gebotswert nicht das selbe wie die Ausgaben pro Klick. Somit kann man das maximale Gebot, noch um einige Prozent (Internetfunde 15-20%) höher ansetzen.

Man will aber natürlich nicht nur breakeven sein, sondern auch einen Marge=Gewinn erwirtschaften. Somit erstellt man die selbe Rechnung mit seinem Zielwert.

Bewaffnet mit dem Wissen, wohin die Reise geht soll kann man seine PPC Kampagnen erstellen und weitergehend optimieren.

sellics: mein Tool zur Amazon PPC Optimierung

Mein goto Tool seit day one im Amazon Business heißt sellics. Es gibt eine Unzahl an Tools die dir das Leben erleichtern können, aber für meine Bedürfnisse liefert die Softwaresuite von sellics das Beste Preis-/Leistungsverhältnis.

#1 Grundeinstellungen bei sellics

Mit der Softwaresuite von sellics, kannst du nicht nur PPC optimieren sondern du siehst wenn neue Rezensionen hereinkommen oder wann dein Lagerbeststand aufzufüllen ist, ein Profitdashboard, usw. 

Damit dies alles funktioniert, musst du ein paar Daten ausfüllen. z.B. unter Lager deine Lieferzeit, damit eine Lagerreichweite errechnet werden kann.

Unter „Profit – Meine Kosten“ füllst du die beiden Spalten (Warenkosten und Versandkosten) aus. Dies dient dazu, dass sellics dir dein breakeven ACOS berechnen und anzeigen kann. Weiters werden die Werte für das Profitdashboard verwendet.

Profit – Meine Kosten
PPC: Linie für Target und brekeven ACOS

#2 Alles beginnt mit der automatischen Kampagne

Für mich ist die AUTO Kampagne der Ausgangspunkt. In regelmäßigen Abständen kontrolliere ich die Kennzahlen und mache zwei Arbeitsschritte.

Einerseits werden die Suchbegriffe nach unprofitablen Keywords durchsucht. Mit der Filterfunktion kann man diese einschränken und hat einen schnellen und genauen Überblick. Hier wähle ich die unerwünschten Suchbegriffe aus und mit „Aktionen – zu Negativliste hinzufügen“, sind diese mit zwei Klicks, zu den negativen Keywords verschoben.

Der zweite Arbeitsschritt geht in die umgekehrte Richtung. Wenn die automatische Kampagne Keywords ausspielt die gut konvertieren, verschiebe ich diese in meine manuelle Kampagne. „Aktionen – in Anzeigegruppe verschieben“ Gleichzeitig werden diese, zu den negative Keywords für die automatische Kampagne verschoben.

#3 Optimierungsmöglichkeiten

Das Schöne an der Benutzung eines Tools ist, dass alle Daten graphisch aufbereitet sind. Man erhält einen Überblick und kann schneller erfassen, wenn sich etwas ändert im Vergleich zu einer seitenlangen Exceltabelle.

PPC Trendansicht

Wenn wir von Optimierung sprechen müssen wir uns aber auch bewusst sein, was unsere Ziele sind. Verkäufe, Gewinn, … ist nur eine Seite der Medaille. Man kann genau so gut auf Gewinn verzichten, wenn man z.B. eine manuelle Keyword Kampagne betreibt, um mit Hilfe der PPC Anzeigen ein Keyword zu pushen. Dies ist als Beispiel, für einen Launch eines Produktes relevant.

Der Mittelweg zwischen beiden Hauptvarianten, ist die optimalen Kosten im Verhältnis zur größt möglichen Reichweite (Impressionen). Im Endeffekt ist dies ein regelmäßiger Kreislauf, in welchen man immer weiter testet und optimiert.

Was man nicht unbeachtet lassen sollte ist, dass es keinen Sinn macht täglich etwas zu ändern. Ich persönlich kontrolliere wöchentlich (paar negative Keywords, Gebote prüfen) und mache alle 2-3 Wochen intensivere Änderungen.

#4 automatische Optimierung

Mit Sellics hat man die Möglichkeit seine Kampagnen automatisch anpassen zu lassen. Hierzu werden Regeln verwendet, mit welchen man frei festlegen kann, wann ein Gebot zu erhöht oder gesenkt wird. Dies ist ein Feature, welches ich noch nicht voll nutze. (bin gerade am umsetzen) Ein Produkt wird aktuell damit beworben und ich kontrolliere immer wieder, welche Änderungen und Auswirkungen stattfinden. Das schöne ist, dass alle Änderungen in einer History gespeichert sind und graphisch dargestellt werden.

Beispielregel: Automatisierung der PPC Kampagne

Kampagnen Tipp

Eine der einfachsten Kampagnen die man erstellen kann, ist die AUTO MIN Kampagne. Dazu erstellst du eine automatische Werbekampagne mit einem Gebot von max. 0,05€! Diese Kampagne läuft durch dieses niedrige Gebot neben den anderen Kampagnen mit und wenn du einen Verkauf generierst, ist dein ACOS extrem niedrig.

Kampagnen Versuche und Tests

Wenn irgendjemand gefunden hat, wie der Suchalgorithmus bei Amazon wirklich funktioniert, nur her mit der Info. Ansonsten bleibt einem nur „trial and error“ übrig. Man kann mit einzelnen Kampagnen Ansätze testen, wie z.B. longtail Keywords als exact.

Somit laufen bei mir grundsätzlich immer mindestens drei bis vier verschiedene Kampagnen:

  • AUTO_product
  • MAN_product
  • AUTO_MIN_product
  • TEST_product

Zusätzlich dazu gibt es einige weitere Strategien die man verfolgen kann:

  • AUTO_EXACT: um mit exakten Keywords direkt höhere Gebote auf wichtige und relevante Keywords zu bieten. Teil eines Launches oder aber auch laufend für das Keywordranking.
  • AUTO_MAN_LOW&HIGH: Teilung der manuellen Kampagne in günstige und teure Keywords. Damit kann man verhindern, dass das Kampagnenbudget mit den teuren Keywords aufgebraucht wurde und die günstigen Keywords gar nciht mehr zum tragen kommen.

Reverse engineering

Unabhängig von der Absicht Werbung auf Amazon zu machen oder nicht, ist das Schalten einer automatischen Kampagne, meiner Ansicht nach Pflicht. Auch unabhängig davon, ob bereits Rezesionen vorhanden sind, läuft bei mit eine Autokampagne ab dem ersten Tag.

Du kannst noch so viele Tools und Methoden anwenden um Keywords für dein Listing zu finden, aber die einfachste Möglichkeit ist es deine Auto Kampagne auszuwerten. Amazon zeigt dir welche Keywords konvertieren und du kannst dies zu deinem Vorteil nutzen, um diese neu gewonnenen Keywords in dein Listing einfließen lassen.

Wenn ihr bis hier gelesen habt, werdet ihr die direkten Optimierungsstrategien vermissen. Meiner Meinung nach gibt es aber keine Pauschale Aussage und es viel wichtiger die Kreislaufsystematik zu verinnerlichen. Bei Amazon ist nicht alles in einer geraden Linie. Wenn wir PPC optimieren, lassen wir dies in das Listing einfließen. Wenn sich das Listing ändert, erkennen wir ob sich die Conversion rate ändert. Somit haben wir einen anderen Rahmen, für unsere errechnetes maximales PPC Gebot, usw……..

Meine Empfehlung: holt euch SELLICS.

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