FBA#008 – Amazon FBA Tagesgeschäft

Eines der Wichtigsten und für mich persönlich auch problematischen Bereiche des Online Business stellt das time management dar. Insbesondere im Bereich Amazon FBA Tagesgeschäft, gibt es einige Dinge zu beachten, welche  von dem im Internet gefundenen „passiven“ Verdienst mit Amazon FBA abweichen. Zeit ist für mich wie man am Blogtitel erkennen kann, eines der wichtigsten Güter die man besitzen kann. Nutze sie sinnvoll!

24 Stunden Regel

Amazon fordert als eine seiner obersten Gebote, ein Hauptaugenmerk auf den Kundenservice ein. Dies bedeutet, dass man als Verkäufer auf Amazon einer Bewertungsmatrix unterliegt. Hiermit ist nicht nur die Bewertung deines Kunden an dich gemeint. Unter dem Unterpunkt „Kennzahlenmonitor Verkäuferleistung“ werden mehrere Punkte bewertet:

  • Rate an Bestellmängeln
  • negative Bewertungen
  • A-Z-Garantie Anträge
  • Produktbeschwerden (Echtheit und Sicherheit deiner Produkte)
  • Versandleistung (bei Amazon FBA nicht relevant)
  • Rückmeldung auf Kundenkontakt

Diese Kriterien stellen für Amazon und im Endeffekt für dich fest, ob du auf Amazon verkaufen darfst. Bekommst du Probleme, oder überschreitest du Grenzen wird dir Amazon dein Konto sperren. Dann hast du nur noch die Möglichkeit, dass du Amazon mit einem Maßnahmenplan davon überzeugen kannst, dass dies nicht mehr passiert, oder du musst dir andere Gewässer suchen in denen du Fischen gehst.

Dies führt zu meiner 24 Stunden Regel:

Mindestens einmal täglich Kontrolle des seller central accounts!

 

Amazon FBA Tagesgeschäft gleich Wochenplan

Auch wenn du grundsätzlich per Mail informiert wirst, ein geregelter Arbeitsablauf bzw. reserviertes Zeitfenster, wenn du dich um dein Business kümmerst ist enorm wichtig. Es ist immer ratsam einen Kontrollblick auf deine laufenden Angebote / Listings zu haben. Wurde dein Angebot inaktiv gestellt (muss nicht an dir liegen), wie sieht der Lagerbestand aus, gibt es neue Rezensionen, ist eine Rezension negativ, usw.

Es ist nicht notwendig jeden Tag Stunden mit Amazon FBA zu verbringen. Der persönliche Ehrgeiz und welche Ziele man mit dem Business verfolgt, sind für jeden verschieden. Ob du nun ein paar hundert Euro extra im Monat erreichen willst, oder aber voll von Amazon FBA Leben willst, liegt an dir. Wenn man aber eher dazu tendiert, dass das FBA business deine Haupteinnahmequelle werden soll, sollte man sich von Beginn an einen Wochenplan erstellen. Unter Wochenplan verstehe ich jetzt keinen Stundenplan wie in der Schule. Eher eine Zeitplanung, in der man sich gewisse Stunden pro Woche mit einem Themen beschäftigt.

Die Optimierungsphase hat kein Ende und ist ein breites Themengebiet. Optimieren kann man vieles, aber die Eckpunkte liegen mM im Bereich PPC, Listing und externen Bereichen. Für diese Bereiche sind schnell ein paar Stunden in der Woche verplant. Ob man nun Amazon PPC, oder andere Werbe- und Marketingmaßnahmen am Laufen hat, eines ist Sicher, sie müssen beobachtet und optimiert werden, um nicht unnötig Geld zu verblasen.

Dein Listing wird gerade in der Anfangsphase einigen Spielraum zur Optimierung zulassen. Auch wenn du eine Erweiterung auf andere EU Märkte startest, gibt es hier einiges an Arbeit. Dein Listing kann zwar irgendwann einen Status erreichen, an welchem der Aufwand nicht mehr zum möglichen Gewinn steht, aber ich geh mal davon aus das es nicht dein einziges Listing sein wird.

Und unter externe Bereiche verstehe ich deine Homepage, Facebook, allgemein Social Media und vieles mehr. Ein wichtiger Punkt wenn man im Bereich privat label Fuß fassen will und eine eigene Marke vermarktet.

Warenbestand morgen?

Wenn dein Listing steht, die Werbung passt und die Verkäufe brummen, wird das Lager irgendwann leer. Je nachdem welche Produkte man im Portfolio hat, ist es hier nicht mit einem „bestell mal schnell 100 Stück“ getan. Ob es nun ein Lieferant in deiner Nähe/EU ist, oder du deine Produkte als privat label fertigen lässt. Eines gilt für beide, wenn du nachbestellst kann man hier Zeit investieren um entweder Konditionen zu verhandeln, oder aber an deinem Produkt kleinere Verbesserungen und Optimierungen anzubringen.

Steuer Österreich plus obendrauf noch Deutschland….

Das schöne an der Steuer in Österreich ist, dass man die Umsatzsteuererklärung mit Unternehmensgründung auch nur Quartalsweise abgeben kann. Wenn da nicht meine Umsatzsteuererklärung für Deutschland wäre, welche ein neuer Unternehmer die ersten beiden Jahre monatlich abgeben muss…

Dazu noch Zentrale Meldung, Sozialversicherung, Eingaben-Ausgabenrechnung und und und und …

Auch wenn du in Deutschland eine Fristverlängerung gemacht hast – mach die Steuern zu einem fixen Zeitfenster jedes Monat. Spart dir Ärger und Probleme. Denn davon hast du schon genug damit, dass du von Amazon nicht immer regelmäßig und auch nicht unbedingt korrekte Monatsrechnungen zugesendet bekommst. z.B. die Augustrechung, bekam ich dieses Monat am 13.09., also knapp nach der Frist vom 10ten des Monats, nach deutschen Gesetz.

Wachstum und Zukunft

Die obigen Punkte beschreiben eigentlich nur die notwendigen Tätigkeiten für das Amazon FBA Tagesgeschäft. Was aber sicher noch dazu zu zählen ist, sind zwei enorm wichtige Punkte:

  • Fortbildung
  • Wachstum

Mit deiner eigenen Fortbildung senkst du dein unternehmerisches Risiko. Du kannst für alles jemanden bezahlen, der dir Tätigkeiten abnimmt, oder dich über z.B. Gesetze informiert. Was du aber nicht bezahlen kannst, ist jemanden der dir das Risiko und die Verantwortung übernimmt. Nur als Beispiel: Wenn dir der TÜV ein Produkt prüft und etwas übersehen hat, ist der einzige Unterschied, dass du nicht fahrlässig gehandelt hast. Der TÜV selbst ist nicht haftbar und bleibt schadensfrei… Stellt zwar das Extrembeispiel dar, es soll aber veranschaulichen, dass es immer von extremen Vorteil ist, von der jeweiligen Materie mindestens ein gutes Basiswissen zu besitzen.

Wachstum beschreibt deine Zeiteinsatz, den du zukünftig als Wachstum deines Business zurück erhältst. Suche neuer privat label Produkte, oder aber auch durchforsten möglicher Chancen im Wiederverkauf. Eine dauernde Suche und Margenberechnung. Erweiterung deiner Verkaufskanäle und Erweiterung der Bekanntheit deines Business. Amazon sieht zwar so aus, als ob sie alleine am Markt wären, aber jeder Verkauf, den du auf z.B. ebay machst ist einer mehr, als wenn du nur bei Amazon verkaufst.

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