FBA#036 -Amazon FBA Produkt schreibt Verlust

Ja, man kann mit Amazon FBA Verlust machen…

Hauptgrund für meinen Amazon FBA Verlust

Einleitend muss ich ehrlich gestehen, dass das Produkt mit welchem ich Verlust mache, gedanklich auf dem letzten Platz in Bezug auf persönlicher Wertschätzung rangiert. Zu Beginn meiner Amazon FBA Karriere (?), habe ich mir Lieferanten gesucht, welche in der EU ansässig sind und nicht auf Amazon vertreten sind. Es war mein Probeprodukt im retail Bereich, um das ganze System im Hintergrund zu verstehen. Wie man die Ware zu Amazon schickt, ein Listing erstellt und das ganze Drumherum.

Somit habe ich dieses Produkt in den letzten Monaten echt „100% passiv“ betrieben. Liegen lassen und es trudelte immer wieder ein Verkauf herein. Kein PPC, kein Listing optimieren, … Die ganzen Informationen, die ich gesammelt und gelernt hatte, wurden bei meinen aktuellen Produkten angewendet und bei diesem komplett links liegen lassen.

Ausschlaggebend dazu war auch das Verhalten des Lieferanten. Ende Sommer letzten Jahres wollte ich einen Teil nachbestellen, da es sich um einen Variantenartikel handelt. Was dann passierte, hat mich auch auf den Boden der Tatsachen gebracht. Zwei Monate keinen Kontakt zum Lieferanten herstellen können, weder per Mail noch telefonisch. Lieferant sitzt in der EU, spricht aber kein Deutsch und nur gebrochen Englisch. Dann kommt eine Mail, ob ich jetzt noch bezahlen möchte… Für mich hat es Klick gemacht, meine schwarze Liste mit dem ersten Namen zu füllen.

Langzeitlagergebühr, PPC und Kalkulation aktualisieren

Vor zwei Wochen war es soweit und Stichtag für die Amazon Langzeitlagergebühr. Um diese zu vermeiden, kann man eines machen: verkaufen! Also habe ich mit Preissenkung und PPC Kampagnen versucht, soviel wie möglich umzusetzen, was leider nicht vollständig funktioniert hat. Der Rest ging also mittels Rücksendung zurück zu mir nach Hause. Das Paket ist zwar nicht mehr sehr groß, aber 20-30 Stück liegen jetzt im Lager und warten darauf, das ich sie heute wieder neu mit einem Amazon Versandlabel versehe.

Wenn ich die ganzen Kosten in meine Kalkulation einfließen lasse, ändert die wichtigste Zahl am Ende ihre Farbe auf rot! Der Push zum Ende hat mir bei PPC sehr viel Geld gekostet und der Verkaufspreis war zu weit gesenkt worden, ohne den gewünschten Erfolg eines komplett Abverkaufes. Mit den Kosten für Rücksendung bzw. wieder retour ins Lager bei Amazon geht es noch weiter ins Minus. Hauptkostentreiber ist hier PPC, was für mich überhaupt nicht funktioniert hat. Das Endergebnis war, dass 1€ PPC Kosten = 2€ Umsatz entsprechen, was natürlich katastrophal ist.

Die positive Seite

Am Ende des Tages muss ich natürlich noch eine genaue Kalkulation machen, aber der Verlust wird sich im Rahmen von 100€ bewegen. Ich sehe es positiv betrachtet so, dass ich mir keinen Amazon FBA Kurs gekauft habe, sondern dieses Produkt meine theoretische Kursgebühr darstellt. Wie ich schön öfters erwähnt habe: mit selbst machen, lernt man am Meisten. Es zeigt aber auch die andere Seite auf. Amazon FBA funktioniert ohne Zeit und Energieaufwand zu 99% nicht passiv.

Wichtig ist es, seine Umsätze und Kosten immer genau im Auge zu haben. Die linke Graphik stammt aus dem von mir verwendeten Tool Sellics*. Empfehlenswerte Softwaresuite, die immer weiter ausgebaut wird – siehe meinen Artikel dazu. Kann man schön erkenne, dass 25% der Umsätze mit PPC generiert wurden und die 40% Warenkosten deuten klar darauf hin, dass der Verkaufspreis stark gesenkt wurde.

Zweiter Punkt der positiven Betrachtung des Themas, liegt darin das mein darauffolgendes private label product besser gestartet ist und noch immer ganz gut läuft. Wenn ich mit dem PL product gestartet wäre, hätte ich viele Fehler mit meinem wichtigeren Produkt gemacht.

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